Kommunikation – Jetzt einmal nonverbal!

Kommunikation besteht, wie wir in den vorhergehenden Beiträgen unserer Serie bereits erwähnt haben, nur aus einem kleinen Teil verbaler Botschaften. Normalerweise übermitteln wir gemeinsam mit Worten und Sätzen auch viele nonverbale Signale, die der verbalen Botschaft Nachdruck verleihen, sie modifizieren, ersetzen oder aber auch in Widerspruch mit ihr stehen können.

Nonverbale Botschaften sind aber nicht einfach eine Alternative zur Sprache, denn die Unterschiede zur verbalen Kommunikation sind beträchtlich. Das Decodieren von und Reagieren auf nonverbale Signale geht sehr viel unvermittelter und automatischer vonstatten, als das bei verbalen Botschaften der Fall ist.

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Prost! Betreutes Trinken im Altenheim

Das 2017 vom Gesundheitsministerium veröffentlichte Handbuch Alkohol spricht Bände: Rund 340.000 Menschen in Österreich sind alkoholabhängig, knapp 735.000 ÖsterreicherInnen konsumieren regelmäßig Alkohol in einem gesundheitsschädigenden Ausmaß. Jede/r Österreicher/in im Alter zwischen 15 und 99 Jahren nimmt täglich 26,5 Gramm reinen Alkohol zu sich.

Und trotz einer verminderten Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren liegt der Anteil der über 70jährigen bei der Gruppe von Menschen mit problematischen Alkoholkonsum bei 10% (Männer: 18% ). Dies zeigt auch die Problemlage in der Altenpflege auf: Appelle an die Vernunft bringen auch bei alten AlkoholkerInnen ungefähr soviel wie Verbote – nämlich gar nichts. Gefragt sind viel mehr neue – und ungewohnte Betreuungsansätze. Und die sind für „Normale“ nicht normal.

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Kommunikation – Inkongruenz

Im vorigenTeil unseres Kommunikationskurses haben wir uns recht intensiv mit Kommunikationsmodellen beschäftigt. Diesmal wollen wir uns damit beschäftigen, was es heisst, wenn verbale und nonverbale Kommunikation nicht  übereinstimmen und was alles passieren kann, wenn man jemand das Gesicht waschen, aber nicht nass machen soll.

Anja und Kurt besuchen uns auch noch mal kurz, um ein bisschen rumzustreiten. Dann entschliessen sie sich aber, gar nicht ins Kino zu gehen, sondern lieber ins Bett. Sagten wir schon, dass die beiden Bononos sind, die ihre Konflikte mittels Sex regeln? Das funktioniert!

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Endlich: Der Schlaganfallstandard!

Fressen, Saufen, Rauchen, möglichst viel Stress in einer frustranen Arbeit, ein funktionierender Fernseher und ein nicht funktionierendes Sexualleben“ so definierte in meiner Ausbildung der Professor für Interne Medizin die Riskofaktoren für einen Schlaganfall und fügte hinzu: „Der typisch österreichische Way of Life halt“.

46.423 ÖsterreicherInnen erlitten 2016 einen Schlaganfall (ischämisch oder hämorrhagisch), 90% waren über 50 Jahre alt. Damit ist der Insult nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen. Zeit also für einen interdisziplinären Standard zur integrierten Versorgung Schlaganfall. Von GesundheitsexpertInnen des Bundes, der Sozialversicherung und der Länder, unter Mitarbeit wissenschaftlicher ExpertInnen entwickelt und im November 2018 beschlossen, wurde er jetzt präsentiert.

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