Kommunikation – Die Grundlagen der Gesprächsführung, 1. Teil

In den bisherigen Beiträgen unserer Serie haben wir uns vorwiegend theoretisch mit Kommunikation beschäftigt, nun wollen wir tiefer in die Praxis eintauchen und uns etwas eingehender mit Gesprächsführung auseinandersetzen. Bevor wir aber direkt zur dezidiert pflegerischen Gesprächsführung kommen noch einige allgemeine Grundlagen dazu.

Denn reden können viele. Etwas zu sagen haben aber nicht alle. Und das liegt oft nicht so sehr an unserer sozialen Stellung, als daran, ob wir tatsächlich ein Botschaft mit zuteilen haben. Oder halt nur irgendwas daher plappern. Was im pflegerisch-therapeutischen Zusammenhang natürlich oftmals gar nicht geht.

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Eine nicht normale Weiterbildung

Wir leben in seltsamen Zeiten: Zum einen steigen die psychiatrischen Erkrankungen im Alter immer mehr an und zum anderen werden die psychiatrischen Langzeitpflege-Einrichtungen immer weniger. Die Folge davon: Immer mehr Menschen mit psychiatrischen Problemen werden in Altenheimen aufgenommen – eine  Herausforderung, der trotz hoher Motivation nur wenige MitarbeiterInnen gewachsen sind.

Nun fiel mit der letzten Novelle des GuKG auch die psychiatrische Grundausbildung. War es bislang schon eine Seltenheit, psychiatrische DGKP für Altenpflegeeinrichtungen zu rekrutieren, ist das jetzt nahezu unmöglich und erschwert eine Lösung der hier angeführten Probleme von  Altenpflegeeinrichtungen. Dies verlangt nach neuen Strategien – auch und gerade auf der Ebene der qualitativen Personalentwicklung.

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Kommunikation – Jetzt einmal nonverbal!

Kommunikation besteht, wie wir in den vorhergehenden Beiträgen unserer Serie bereits erwähnt haben, nur aus einem kleinen Teil verbaler Botschaften. Normalerweise übermitteln wir gemeinsam mit Worten und Sätzen auch viele nonverbale Signale, die der verbalen Botschaft Nachdruck verleihen, sie modifizieren, ersetzen oder aber auch in Widerspruch mit ihr stehen können.

Nonverbale Botschaften sind aber nicht einfach eine Alternative zur Sprache, denn die Unterschiede zur verbalen Kommunikation sind beträchtlich. Das Decodieren von und Reagieren auf nonverbale Signale geht sehr viel unvermittelter und automatischer vonstatten, als das bei verbalen Botschaften der Fall ist.

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Prost! Betreutes Trinken im Altenheim

Das 2017 vom Gesundheitsministerium veröffentlichte Handbuch Alkohol spricht Bände: Rund 340.000 Menschen in Österreich sind alkoholabhängig, knapp 735.000 ÖsterreicherInnen konsumieren regelmäßig Alkohol in einem gesundheitsschädigenden Ausmaß. Jede/r Österreicher/in im Alter zwischen 15 und 99 Jahren nimmt täglich 26,5 Gramm reinen Alkohol zu sich.

Und trotz einer verminderten Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren liegt der Anteil der über 70jährigen bei der Gruppe von Menschen mit problematischen Alkoholkonsum bei 10% (Männer: 18% ). Dies zeigt auch die Problemlage in der Altenpflege auf: Appelle an die Vernunft bringen auch bei alten AlkoholkerInnen ungefähr soviel wie Verbote – nämlich gar nichts. Gefragt sind viel mehr neue – und ungewohnte Betreuungsansätze. Und die sind für „Normale“ nicht normal.

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