35 Stunden. Jetzt!

Eigentlich könnten wir Weihnachten ja gleich ganz abschaffen, denn seit Basti und sein B-Team dieses Land regieren, bekommen wir ja eh fast täglich tolle Geschenke: Wir dürfen weiterhin überall rauchen bis die Feuerwehr kommt, auf der Autobahn gehts jetzt mit 140 km/h in die Lärmschutzwände und selbst den minderjährigen Flüchtlingen hat man ein Waldhäusl geschenkt,  damit sie konzentriert gelagert sind.

Auch der Industriellenvereinigung hat das Christkind mit dem Slimfit-Anzug ein lang ersehntes Geschenk gemacht: Endlich dürfen die ArbeitnehmerInnen wieder 12 Stunden pro Tag arbeiten. Natürlich freiwillig. Türkises Ehrenwort! Das freut sogar manchen Vollhonk aus der Pflege, wie ein Artikel im Standard vom 7. Dezember belegt.

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Bist du deppert?

Am 3. Dezember war wieder mal der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Auch jenen mit kognitiven Einschränkungen. Da wurde wieder salbadert was das Zeug hielt, von allen die sich berufen fühlten. Über Menschenrechte, Inklusion, barrierefreie Arbeitsplätze und warum geistig behinderte Menschen politisch korrekt besser als „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ bezeichnet werden sollten.

Als Sprachrohre waren vorwiegend die üblichen Lobbyisten der guten Sachen zu orten. Die Betroffenen selbst kamen eher selten zu Wort. Wir liefern hiermit einen notwendigen Nachtrag.

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Sarkopenie-Konsensus 2.0

Sarkopenie als Muskelerkrankung, beziehungsweise direkte Folge von Fehlernährung und Bewegungsmangel bleibt zwar weiterhin eine der häufigsten Ursachen für Stürze im Alter, scheint aber seit kurzem nicht mehr als  ausschliesslich geriatrisches Phänomen zu gelten.

Ein soeben veröffentlichtes revidiertes europäisches Konsensus-Papier zur Definition und Diagnose der Sarkopenie könnte die häufig unterschätzte Erkrankung besser diagnostizierbar machen, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Quittan, Leiter des Karl Landsteiner Instituts für Remobilisation und funktionale Gesundheit und Vorstand des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation im SMZ-Süd, Wien.

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Der Masterplan von Bastis Klan

Wie vollmundig angekündigt wurde vorige Woche von der türkis-blauen Regierung dieses Landes ein sogenanntener „Masterplan Pflege“ präsentiert. Nicht, dass wir uns etwas anderes erwartet hätten, aber dem Konvolut fehlt sowohl das, was man sich landläufig unter dem Begriff „Plan“ vorstellen würde, als auch jegliches „meisterhafte“. Es sei denn, man möchte unter „Masterplan“ das verstehen, was einem Simmeringer „Hausmasta“ nach drei Vierteln Veltliner dazu einfällt.

Das rief natürlich stehenden Fusses Kritik hervor. Und zwar nicht nur von der (ohnehin nur rudimentär vorhandenen) Opposition sondern auch von der Historikerin Marie-Theres Egyd und von Hanna Mayer, Vorständin des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Wien – beide im Standard. Und selbst unser sonst eher gemässigte Berufsverband äusserte sich dazu in ungewohnter Schärfe.

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