Klartext reden – Gabriele Winkler

Das hysterische Gefasel von der Wirtschaft, der er es gut gehen muss, damit es auch uns gut gehen soll, reisst auch in Nachwahlzeiten nicht ab. Die Vorstellungen der neoliberalen Champagnerfraktion sind zur Genüge bekannt, eine – längst notwendige – Arbeitszeitverkürzung kommt darin natürlich nicht vor.

Dabei wäre genau das die Lösung für viele weitere Probleme, etwa die Arbeitslosigkeit, die durch Arbeit bedrohte Volksgesundheit und auch die Doppelbelastung von Frauen durch Erwerbsarbeit und familiäre Pflege. Ein erhellendes Interview mit der Hamburger Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender Studies

weiterlesen

Wenn kranke Pflege Kranke pflegt

Es sind mitunter recht seltsame Blüten, die der Pflegenotstand in Deutschland und Österreich treibt: Anstatt regelmässig auf die Strasse zu gehen, gar zu streiken oder wenigstens „Dienst nach Vorschrift“ zu machen (eine höchst wirkungsvolle Maßnahme im Übrigen) gehen viele Pflegekräfte selbst krank arbeiten.

Man fragt man sich hier: Wie krank – im Sinne eines pathologischen Alturismus – muss jemand sein der/ die so was tut? Studierende des Lehrganges Pflegemanagement an der Stiftungshochschule München wollten das genauer wissen und erhoben bei 1500 Pflegekräfte mit einer Online-Befragung die Gründe dazu …

weiterlesen

Equal Pay statt Macho-Schmäh!

Am 20. Oktober war Equal Pay Day. Dies bedeutet, dass ab diesem Tag alle Frauen für den Rest des Jahres gratis arbeiten würden, würden sie tatsächlich das gleiche Gehalt wie Männer beziehen würden. Denn de facto verdienen sie aber um 20% weniger als Männer im gleichen Job!

Das trifft – trotz kollektivvertraglicher Gleichstellung – ebenso für die Pflege zu, auch wenn es der eine oder andere Mann in unserem Beruf, der sich für einen Opinion Leader hält, abstreitet. Und es ist nicht der einzige Grund, warum es es nach wie vor den Feminismus braucht!

weiterlesen

Der Schmerz und sein Management

Eines der herausfordernsten Phänomene in der Geriatrie ist der Schmerz. Das ist bekannt, das wissen wir, das erleben wir täglich in der Praxis. Und dennoch geschieht verhältnismässig wenig an adäquaten pflegerischen Maßnahmen dazu. Warum eigentlich? Werden alte Menschen in dieser Beziehung nicht ernstgenommen?

Ist adäquate Schmerzbehandlung nur pharmakologisch möglich? Oder liegt sie ausschließlich in den Agenden der Medizinier*innen? Und ist Palliative Care nur für Sterbende? Nadja Nestler von der Paracelsus Uni Salzburg und Ruth Bosch vom Uni-Klinikum Münster – beides Pflegexpertinnen für Schmerz – sind da anderer Meinung!

weiterlesen