Eine nicht normale Weiterbildung

Wir leben in seltsamen Zeiten: Zum einen steigen die psychiatrischen Erkrankungen im Alter immer mehr an und zum anderen werden die psychiatrischen Langzeitpflege-Einrichtungen immer weniger. Die Folge davon: Immer mehr Menschen mit psychiatrischen Problemen werden in Altenheimen aufgenommen – eine  Herausforderung, der trotz hoher Motivation nur wenige MitarbeiterInnen gewachsen sind.

Nun fiel mit der letzten Novelle des GuKG auch die psychiatrische Grundausbildung. War es bislang schon eine Seltenheit, psychiatrische DGKP für Altenpflegeeinrichtungen zu rekrutieren, ist das jetzt nahezu unmöglich und erschwert eine Lösung der hier angeführten Probleme von  Altenpflegeeinrichtungen. Dies verlangt nach neuen Strategien – auch und gerade auf der Ebene der qualitativen Personalentwicklung.

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Prost! Betreutes Trinken im Altenheim

Das 2017 vom Gesundheitsministerium veröffentlichte Handbuch Alkohol spricht Bände: Rund 340.000 Menschen in Österreich sind alkoholabhängig, knapp 735.000 ÖsterreicherInnen konsumieren regelmäßig Alkohol in einem gesundheitsschädigenden Ausmaß. Jede/r Österreicher/in im Alter zwischen 15 und 99 Jahren nimmt täglich 26,5 Gramm reinen Alkohol zu sich.

Und trotz einer verminderten Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren liegt der Anteil der über 70jährigen bei der Gruppe von Menschen mit problematischen Alkoholkonsum bei 10% (Männer: 18% ). Dies zeigt auch die Problemlage in der Altenpflege auf: Appelle an die Vernunft bringen auch bei alten AlkoholkerInnen ungefähr soviel wie Verbote – nämlich gar nichts. Gefragt sind viel mehr neue – und ungewohnte Betreuungsansätze. Und die sind für „Normale“ nicht normal.

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Bist du deppert?

Am 3. Dezember war wieder mal der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Auch jenen mit kognitiven Einschränkungen. Da wurde wieder salbadert was das Zeug hielt, von allen die sich berufen fühlten. Über Menschenrechte, Inklusion, barrierefreie Arbeitsplätze und warum geistig behinderte Menschen politisch korrekt besser als „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ bezeichnet werden sollten.

Als Sprachrohre waren vorwiegend die üblichen Lobbyisten der guten Sachen zu orten. Die Betroffenen selbst kamen eher selten zu Wort. Wir liefern hiermit einen notwendigen Nachtrag.

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DAVOS liegt in Frankfurt

Davos ist eine Stadt im Kanton Graubünden in den Schweizer Alpen. Sie ist ein beliebtes Skiresort und verfügt über ein Konferenzzentrum, in dem alljährlich das Weltwirtschaftsforum stattfindet. So glaubte man bislang zumindest. Nun ist Davos aber in Frankfurt aufgetaucht. Natürlich nicht als Stadt, sondern als Forschungsprojekt. DAVOS steht für „Depression im Altenpflegeheim – Verbesserung der Behandlung durch ein gestuftes kollaboratives Versorgungsmodell“.

Gegenstand der auf drei Jahre angesetzten Untersuchung im Auftrag des Frankfurter Forums für Interdisziplinäre Alternsforschung ist die Frage, warum Menschen in Altenheimen bis zu neunmal häufiger an einer Depression erkranken als wenn sie zuhause versorgt würden.

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