Das haben wir gerade noch gebraucht: Demenzkompetenz im Krankenhaus

Sie kennen das vielleicht: Man kommt in ein Zimmer und hat völlig vergessen, was man hier wollte. Man weiss nicht mehr genau, wie spät es schon ist, was man hier soll und wer diese Menschen sind, mit denen man es zu tun hat. Stress, den man nicht will, Angst, die man verleugnet, Aggressionen die man unterdrückt…

Nein, wir beschreiben hier keinen dementen Menschen, sondern eine Pflegekraft, die mit Dementen arbeiten soll. Und zwar im Krankenhaus. Das kann mitunter ziemlich verwirren. Doch nun naht Hilfe in Form einer – genau! – „Orientierungshilfe“. Die richtet sich aber nicht an die Dementen sondern an die Krankenhäuser, die diese behandeln.

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Caritas goes psychiatric

Dass die Caritas österreichweit der Opinion-Leader in der Altenpflege schlechthin ist, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Dass ihre Einrichtungen damit auch von der gesamten gerontopsychiatrischen Problematik betroffen sind, ebenfalls. Und dass die dann auch etwas dafür tun – und zwar nicht wenig – ist da nur logisch.

Dies zeigt sich zum einen darin, das ein Drittel der Teilnehmer*innen der derzeit von Geronto.at durchgeführten gerontopsychiatrischen Weiterbildung Caritas Mitarbeiter*innen sind und im September ein eigener Lehrgang nur für die Caritas startet. Zum anderen, dass nun das neue Pflegewohnhaus der Caritas in Wien den Schwerpunkt Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen hat.

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Eine nicht normale Weiterbildung

Wir leben in seltsamen Zeiten: Zum einen steigen die psychiatrischen Erkrankungen im Alter immer mehr an und zum anderen werden die psychiatrischen Langzeitpflege-Einrichtungen immer weniger. Die Folge davon: Immer mehr Menschen mit psychiatrischen Problemen werden in Altenheimen aufgenommen – eine  Herausforderung, der trotz hoher Motivation nur wenige MitarbeiterInnen gewachsen sind.

Nun fiel mit der letzten Novelle des GuKG auch die psychiatrische Grundausbildung. War es bislang schon eine Seltenheit, psychiatrische DGKP für Altenpflegeeinrichtungen zu rekrutieren, ist das jetzt nahezu unmöglich und erschwert eine Lösung der hier angeführten Probleme von  Altenpflegeeinrichtungen. Dies verlangt nach neuen Strategien – auch und gerade auf der Ebene der qualitativen Personalentwicklung.

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Prost! Betreutes Trinken im Altenheim

Das 2017 vom Gesundheitsministerium veröffentlichte Handbuch Alkohol spricht Bände: Rund 340.000 Menschen in Österreich sind alkoholabhängig, knapp 735.000 ÖsterreicherInnen konsumieren regelmäßig Alkohol in einem gesundheitsschädigenden Ausmaß. Jede/r Österreicher/in im Alter zwischen 15 und 99 Jahren nimmt täglich 26,5 Gramm reinen Alkohol zu sich.

Und trotz einer verminderten Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren liegt der Anteil der über 70jährigen bei der Gruppe von Menschen mit problematischen Alkoholkonsum bei 10% (Männer: 18% ). Dies zeigt auch die Problemlage in der Altenpflege auf: Appelle an die Vernunft bringen auch bei alten AlkoholkerInnen ungefähr soviel wie Verbote – nämlich gar nichts. Gefragt sind viel mehr neue – und ungewohnte Betreuungsansätze. Und die sind für „Normale“ nicht normal.

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