Für Gottes Lohn und Liebe

Kaum ein Beruf ist mit einem so hohen unreflektierten Anspruch an die Erfüllung historischer Rollenerwartungen verknüpft wie der Pflegeberuf. Die daraus resultierenden Unklarheiten und Widersprüche wirken sich bis heute nicht nur auf die realen Tätigkeiten im beruflichen Alltag aus, sondern auch auf den Forderungskatalog, den die Betroffenen und ihre Interessenvertretungen an die neue Regierung stellen.

Ein Beitrag von Sonia Raviola aus der Wiener Zeitung vom 6. 2. 2020

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Wem es nicht passt, kann auch gehen …

Am Berliner Auguste-Viktoria-Klinikum des Krankenhauskonzerns Vivantes hat ein Großteil der Belegschaft des Fachbereichs für Infektiologie gekündigt und wechselt geschlossen an das St. Joseph-Krankenhaus in Tempelhof. Das hat die Sprecherin des St. Joseph-Krankenhauses dem rbb am Montag bestätigt.

So werden elf Ärzte und 27 Pflegekräfte, die bisher für Vivantes im Schöneberger Auguste-Viktoria-Klinikum arbeiten, zum 1. April eine neue Abteilung für Infektiologie am St. Joseph-Krankenhaus aufbauen. Dort werden sie schwerpunktmäßig HIV-Patienten behandeln, aber auch andere virale und bakterielle Infektionen, zum Beispiel Patienten mit multiresistenten Keimen.

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Aus Nächstenliebe?

Sobald die professionell Hegenden und Pflegenden jedoch aufbegehren und öffentlich Unzufriedenheit artikulieren, macht sich Enttäuschung breit. Weil: Dass Manager berechnend sind, gehört zu deren Job Description, aber doch nicht zu der von Reinigungskräften, KrankenpflegerInnen, Heimhilfen, KindergartenpädagogInnen! Von ihnen würde man sich Einsicht und Rücksichtnahme auf das große Ganze erwarten.

Woher das Geld nehmen? Ist einfach keins da! Was da ist, sind Pflege- und Betreuungsbedürftige, ist Arbeit, die gemacht werden muss. Aber am Zaster fehlt es. Jedenfalls für diese Sorte ArbeitnehmerInnen. Können sie nicht einfach die Arbeit (über-)nehmen und Ruhe geben? Alles auf der Welt ist doch ein Geben und Nehmen, wie man weiß.

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Selbstermächtigung in der Pflege

Ich hatte neulich einen Einsatz als Leasingkraft in einem Haus des Berlin-eigenen Vivantes Konzerns, dem Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Friedenau. Ich kannte das Haus nicht, musste mich erst zurecht finden, bis ich auf der 12 C, einer Station für Infektiologie und Onkologie ankam. Beide Bereiche sind mir recht fremd, so dass ich darauf angewiesen war, häufig bei den fest angestellten Kollegen nachzufragen. So kam ich ins Gespräch mit Rainer.

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Demenzsensibles Krankenhaus

Das Marienhospital Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken hatte sechs Monate Zeit, den neuen Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ zu testen. Verändert hat sich vor allem der Blick auf die Patienten, berichten Stefanie Lemme und Susanne Scholüke.

Frau Lemme, der neue Expertenstandard wurde seit der Veröffentlichung im Oktober vergangenen Jahres in 28 Einrichtungen der stationären Altenhilfe, der ambulanten Pflege und der Krankenhausversorgung modellhaft getestet. Warum haben Sie sich dazu entschlossen?

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