Ausländer*innen rein alleine genügt nicht

Sowohl Österreich als auch Deutschland haben eine (zugegeben nicht ganz neue) Lösung für den Pflegenotstand gefunden: den Import von Pflegekräften aus dem Ausland. Was das an Problemen bei den Herkunftsländern verursacht, war schon Gegenstand der Debatten hier und bleibt weiterhin ein offenes Feld.

Nun kommt ein – ebenso nicht neues, aber endlich neu diskutiertes – Problem dazu: Wie, wenn das Wundermittel nicht greift? Aber wieso denn, die müssen doch froh sein, wenn sie bei uns arbeiten dürfen … oder etwa doch nicht?

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Klartext reden – Christian Luksch

In der letzten Ausgabe des Pflegenetz-Magazins erschien ein Beitrag von Christian Luksch unter der Kolummne pflegenetz.kritisch mit dem Titel „Es bleibt alles ganz anders – Österreich nach der Wahl 2019“.

Mal ganz abgesehen davon, dass wir das Pflegenetz Magazin grundsätzlich als Abo für alle Pflegenden in Österreich empfehlen bringen wir gerne auch hier diesen Beitrag in seiner Originalversion:

„Klartext reden – Christian Luksch“ weiterlesen

Diskriminierung – Alltag in der Pflege?

Die Konfrontation mit Krankheit und Tod, Ärger mit Angehörigen, phasenweise Hektik: Sie gehören zum Pflegeberuf, sind mehr oder weniger ausgeprägt, lassen sich lindern, reflektieren, aber lassen sich mit noch so gutem Willen des Arbeitgebers nicht beseitigen. Aber unklare Aufgabenbeschreibungen, fehlende Pausen, Mobbing und ständiges Einspringen aus dem Frei?

Diese Widrigkeiten sind weniger naturgegeben, sie lassen sich in Angriff nehmen. Diverse Arbeitgeber beteuern, genau dies zu tun. Und trotzdem scheint wenig zu passieren, glaubt man den zahlreichen Umfragen zur Situation der Pflegenden, die seit zwei, drei Jahren fast fließbandartig produziert werden.

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Klartext reden – Ernest Pichlbauer

Die Meldung kam für alle überraschend. Laut den ersten offiziellen Daten des Pflegeregisters, sind 141.096 Personen in einem Gesundheits- und Krankenpflegeberuf ausgebildet. Dazu zählen Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz. Diese Zahl ist erstaunlich hoch, und passt gar nicht in das Bild, das die Politik seit Jahren zeichnet.

Der Arzt und Kolumnist der Wiener Zeitung, Ernest Pichlbauer sieht etwas genauer hin, konkreter: hinter die bislang publizierten Zahlen. Und da fällt auf, dass 30.000 registrierte Pflegekräfte gar nicht aktiv im Beruf stehen. Fragt sich bloss: Warum denn eigentlich nicht? Und existiert der Pflegekräftemangel dann tatsächlich? Oder haben die einfach nur die Schnauze voll?

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Schmerzleitlinie für Altenheime

Bis zu 80 % der Bewohner*innen von Altenpflegeheimen leiden unter Schmerzen. Doch gerade bei diesen Menschen werden Schmerzen häufig nicht erkannt und daher auch nicht behandelt. „Schmerzen im Alter zu erkennen, ist für Ärzte, Pflegekräfte und Therapeut*innen nicht immer einfach“, erklärt Dr. Albert Lukas, Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn. „Ältere Menschen sagen es häufig nicht, wenn ihnen etwas wehtut. Sie glauben, dass dies zum Alter dazugehört.“

Die Leitlinie „Schmerzassessment bei älteren Menschen in der vollstationären Altenhilfe“, deren Erstellung Lukas mitkoordinierte, bietet Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegekräften eine Anleitung, wie sie Schmerzen erkennen, einschätzen und den Erfolg der Therapie verfolgen können. Veröffentlicht wurde auch eine Patientenversion, die die Empfehlungen für Laien erklärt.

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