Pflege in Zeiten fokussierter Unintelligenz – Teil 8: Pflegelehre gegen Pflegeleere?

Wie sehr das Bonmot von Wiens Altbürgermeister Michael Häupl vom Wahlkampf als „Zeit der fokussierten Unintelligenz“ gerade bei dieser Wahl zutrifft, zeigte auch der –  aus ÖVP nahen Kreisen kommende – Vorschlag, Pflege doch als Lehrberuf, zu installieren um dem immer krasser werdenden Personalmangel abzufangen.

Die Idee stiess erwartungsgeäß auf einhellige Ablehnung bei allen, die Pflege aus anderen Perspektiven als aus jener von Buntprospekten kennen. Stellvertretend für den Chor der Gegenstimmen verlinken wir Sie hier auf den in der Wiener Zeitung am 21. 8. erschienenen Artikel von Svetlana Geyrhofer, selbst Lehrerin für GuK und Vorstandsmitglied der Österreichischen Schmerzgesellschaft.

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Alfred Adler – der proletarische Freud

Prolet ist heute ein Schimpfwort, eine Bezeichnung, die sich keiner gefallen lässt und jeder zurückweist. Was bei einem bürgerlichen Hintergrund noch irgendwie nachvollziehbar scheint, sperrt sich aber bei Menschen aus der Arbeiterschicht. Denn noch vor hundert Jahren war es eine Ehre, der stolzen Klasse des Proletariats anzugehören.

Einer davon war der junge Arzt Alfred Adler, engster Mitarbeiter und später schärfster Kritiker Sigmund Freuds. Bekannt ist er vor allem durch seine Theorie des Minderwertigkeitskomplexes. Und gerade diese scheint heute genauso aktuell zu sein, wie in den 1920er Jahren. Anlass genug für das Magazin „Kontraste“ sich der Biographie und Bedeutung dieses grossen Menschenkenners näher zu widmen …

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