Pflege in Zeiten fokussierter Unintelligenz – Teil 7: Privatisieren, Globalisieren, Ruinieren

Im Herbst wählt Österreich einen neuen Nationalrat, der Wahlkampf dazu – jene Zeit, die Wiens Alt-Bürgermeister Michael Häupl, einmal treffend als „die Zeit fokussierter Unintellligenz“ bezeichnete, läuft auf Hochtouren. Ein zentrales Thema dieser Wahl ist auch die Pflege und ihre Probleme – vom Pflegegeld über den Pflegenotstand bis hin zur Frage ob man sich das überhaupt noch leisten kann und will.

Jedoch: Pflege liegt nicht nur im nationalen Interesse der Regierung! Wie sehr internationale Konzerne aus purem Profitinteresse in die sozialen Aufgaben des Staates wie etwa in die Versorgung der Alten und Kranken investieren und damit andere (ärmere) Staaten in deren eigenem sozialen Auftrag schädigen, zeigt ein höchst interessanter Artikel aus der Wiener Zeitung vom 17. 8., den wir hier gern verlinken.

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Segregative Pflege Dementer

Über zwei Dinge scheint in der Demenzpflege trotz aller ideologischen Unterschiede Konsens zu herrschen: 1.: Demente Menschen sollen so selten und wenn, dann so kurz wie möglich in ein Krankenhaus und 2.: Integrative Pflege bei Dementen ist der Goldstandard.

Wie aber, wenn Demente nun doch ins Krankenhaus müssen? Ist die integrative Pflege dann immer noch der Goldstandard – gerade auch hinsichtlich der in einem alllgemeinmedizinischen Krankenhaus fehlenden spezifischen Kompetenzen? Oder wäre hier ein anderes Vorgehen effektiver? Ein Krankenhaus in Tübingen geht nun einen komplett anderen Weg. Und hat, wie es aussieht, Erfolg damit.

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Pflege in Zeiten fokussierter Unintelligenz – Teil 6: Vertane Ressourcen

Tatsächlich als einen Mythos bezeichnete der Gesundheitsökonom Ernst Pichlbauer den derzeitigen Pflegekräftemangel in einem Artikel in der Wiener Zeitung vom 8. August und gab uns unverbesserlichen Raunzer*innen einen Schnellkurs in nationaler Personalberechnung. Die zweitmeisten Pflegekräfte in der gesamten EU habe Österreich. Allein wo sich diese verstecken, verschwieg der Rechenkünstler.

Das schrie förmlich nach einer Gegendar- bzw. Richtigstellung. Und die kam dann  auch und zwar von Kurt Schalek, Referent in der Abteilung Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik der Arbeiterkammer Wien. Wir bringen sie gerne hier und freuen uns dass unsere AK-Beiträge offensichtlich wirklich gut investiert sind!

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Aggressive Demente – Wie reagieren?

Dass es ihm Rahmen von dementiellen Erkrankungen auch zu Verhaltensweisen kommt, die  als aggressive Handlungen bezeichnet werden können, ist nichts Neues noch Verwunderliches. Fällt die kognitive Kontrolle weg, fällt auch die Hemmschwelle – Ärger, Stress und vor allem Angst führen Konflikte rasch in die Eskalation.

Wie aber reagieren, wenn es mal soweit ist? Apelle an die Vernunft helfen nur wenig und übliche deeskalierende Maßnahmen greifen oft nicht, wenn das (demente) Gegenüber nicht mehr erreicht werden kann. Auf pflegen-online. de gaben nun eine Altenpflegerin und eine DGKP neun effektive Tipps, die wir hier gerne weitergeben.

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