Der Schmerz und seine Nicht-Behandlung

Schmerzen in Altenheimen sind weit verbreitet, doch anscheinend unterschiedlich gut behandelt, legt eine aktuelle deutsche Studie nahe. Bei TumorpatientInnen wird sehr bewusst auf Schmerzmanagement geachtet, bei AltenheimbewohnerInnen mit Parkinson oder Alzheimer weniger. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Osterbrink fordert anlässlich der 18. ÖSG-Schmerzwochen regelmäßige Schmerzevaluationen bei allen.

Im folgenden die Presseaussendung der Österreichischen Schmerzgesellschaft vom 14. Februar 2019 zu diesem Thema.

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Das diagnostische Gespräch

In unserer Beitragsserie über Kommunikation kommen wir nun schön langsam ans Eingemachte, bzw. zum Konkreten. Im Folgenden wenden wir uns daher der wichtigsten Form helfender Gespräche im weitesten Sinne – nämlich dem (mediziinisch wie pflegerisch) diagnostischen.

Dies kann in seiner Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden den neben seiner explorativen (= aufdeckenden) hat es eine weitere wichtige Funktion: Es soll das für die (therapeutische und pflegerische) Behandlung notwendige Vertrauen der Betroffenen herstellen.

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Was alles möglich ist …

Man werde sich noch wundern, was alles möglich sei, orakelte weiland der dreifache Verlierer der letzten Bundespräsidentenwahl (ja, genau, der war’s) und gab damit schon vorab einen kleinen Spoiler, was sich seine Gesinnungsgenoss*innen leisten würden, wenn sie erst mal an den Futtertrögen der Macht sitzen. Nun, wir sahen es und sehen es noch immer und wundern uns dennoch nicht.

Wir wundern uns vielmehr über etwas ganz anderes, was plötzlich möglich ist, nämlich der Tabubruch schlechthin: Ein Streik der Pflege- und Sozialberufe! An nicht weniger als 250 Standorten zuletzt.  Allein: Die offiziellen Fach-Medien der Pflege nahmen das bislang – mit einer einzigen löblichen Ausnahme – noch nicht einmal als Randnotiz war.

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Kommunikation – Die Grundlagen der Gesprächsführung, 3. Teil

Schon unsere Grossmütter wussten: „Der liebe Gott hat dir zwei Ohren gegeben, aber nur einen Mund, damit du doppelt so viel hören kannst wie sprechen.“ Und weiter: „Wenn du was wissen willst, frag. Und wenn du was nicht verstanden hast, frag auch.“

Und genau darum, um Zuhören und Fragen stellen, beides gar nicht so einfache, aber um so wichtigere Techniken der Gesprächsführung, geht es im siebten Teil unsere Serie über Kommunikation.

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Problemfall Polypharmazie

Je höher das Alter, desto höher die Chancen auf mehrere gleichzeitig stattfindende Krankheiten. Multimorbidität nennt man das. Kennen Sie. Wissen wir. Und: Je mehr Krankheiten, desto mehr Medikamente. Das heißt dann Polypharmazie. Kennen Sie auch. Klar. Genauso, wie Sie wissen, dass das nicht wirklich gesund ist.

Der Arzt, mit dem Sie zusammenarbeiten, weiß das natürlich auch. Und deshalb benutzt er nicht nur Ihre Beobachtungen als Pflegekraft in der Wirkungskontrolle seiner therapeutischen Interventionen, sondern auch die Priskus Liste in der Verordnung von Medikamenten. Oder die österreichische PIM-Liste. Oder vielleicht doch nicht?

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