Klartext reden – Konstantin Novotny

Neben Angsterkrankungen zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen der westlichen Zivilisation. Was im Kontext der Gerontopsychiatrie weitgehend durch negative Lebensbilanzen und unaufgearbeitete Verlusterlebnisse erklärt werden kann, schafft allerdings bei jungen Menschen grosse Fragezeichen.

Woher kommt diese schon fast epidemisch anmutende Masse an Depressionen? Wirklich nur, von einem aus den Fugen geratenen Neurotransmitter-Haushalt? Oder sind wir einfach alle wehleidige Egoisten geworden? Ein junger Soziologe hat sich dem Thema aus einer komplett neuen Perspektive gewidmet – der politischen.

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Interdisziplinäres Licht am Horizont

Mit den Ärzten ist es wie mit Jungs“ verriet mir meine ehemalige Stationsleitung schon vor Jahren, „Nur bei guter Pflege wird ein Mann aus ihm!“ Okay, das war gerade, als ich mich wieder mal ärgerte, dass die Herren in weiß ihre leeren Kaffeetassen nicht wegräumten, in der Annahme, wir – weiblich, jung und Pflege-„Personal“ würden das tun.

Das ist zwar schon einige Jahre her, aber in der Zwischenzeit hat sich noch nicht viel geändert bei uns in Deutschland und Österreich. Gut, Kaffeetassen stehen zwar nicht mehr so häufig rum, aber sonst ist noch nicht viel von der Inter(!)disziplinarität zu sehen. In den USA ist das bereits ein klein wenig anders …

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Klartext reden – Jahn Böhmermann

Bereits seit Jahren als Begriff bekannt, hat die geschlechtsspezifische Medizin, also jener Teil der wichtigsten Wissenschaft vom Menschen, der sich mit den Unterschieden zwischen Mann und Frau beschäftigt (und sie nicht nur im Bereich primärer Geschlchtsmerkmale sehen will), noch immer keinen Platz in der Realität gefunden.

Welche Nachteile und gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind, wenn die Medizin, wie aktuell, sich fast ausschliesslich am männlichen Körper orientiert und gleichzeitig die andere Hälfte der Menschheit ausblendet, bringt Jahn Böhmermann in seiner Satiresendung „Neo Magazin Royal“ in witziger Weise auf den schmerzhaften Punkt

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Die Reinigungskraft als Teammitglied

Ein altes Bonmot aus der humanistischen Sicht eines umfassenden Qualitätsmanagements, dass Mitarbeiter*innen nicht nur als „human ressources“ sieht, sondern in erster Linie als Menschen, lautet: „Es ist mir ziemlich egal, ob du mit der Geschäftsführerin per du bist, mich interessiert viel mehr, ob du die Putzfrau grüsst!

Was gerade in unsere Berufen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, nämlich ein freundliches und respektvolles Miteinander auch mit angeblichen Nicht-Professionist*innen – gewinnt zusätzlich an Bedeutung, wenn die Patient*innen ins Spiel kommen.

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